24.02.2010
Zwergenexpress aus der Taufe gehoben
Heike Zimmer dachte sich den Namen für die Rummelsberger Krippenwagen aus
Zwergenexpress: Auf diesen Namen sind die neuen Krippenwagen des Rummelsberger Metallbaus getauft worden. Den Namen für das bunte Gefährt hat sich Heike Zimmer ausgedacht. Die Rummelsbergerin hatte sich beim Jahresfest 2009 an einem Wettbewerb zur Namensfindung beteiligt. Ihr Vorschlag wurde von einer vierköpfigen Jury aus über hundert eingegangenen Vorschlägen ausgewählt.
Lange überlegen musste Heike Zimmer, die als Krankenschwester im Rummelsberger Krankenhaus arbeitet, nicht, bis ihr „Zwergenexpress“ einfiel: „Meine Tochter hat mich inspiriert. Ich habe den Krippenwagen angeschaut und dann meine Kleine. Dann war mir klar: Der Wagen muss Zwergenexpress heißen.“
Krippenwagen sind dazu gedacht, mit bis zu sechs Kindern im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren unterwegs zu sein. Damit können größere Ausflüge in die Umgebung mit den Kleinen unternommen werden. Die Idee, eigene Krippenwagen zu produzieren, hatten die Rummelsberger Metallbauer vor etwa eineinhalb Jahren. Die meisten auf dem Markt erhältliche Modelle stammen aus dem Ausland und haben teilweise erhebliche Qualitätsmängel.
Der Rummelsberger Zwergenexpress ist hingegen echte Wertarbeit „Made in Germany“. Werkstattleiter Timo Leuthold berichtet stolz: „Wir können 90 Prozent der Bauteile selbst herstellen. Nur ein paar Kleinigkeiten - wie das Dach - müssen wir zukaufen.“ Die beiden Sitzbänke sind gepolstert und mit Sicherheitsgurten ausgestattet, das Dach ist abnehmbar. Zwischen den Bänken ist ein Tischchen montiert. Lackiert wird der Zwergenexpress in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Bayreuth.
Auf seine Praxistauglichkeit getestet wurde der Zwergenexpress in den Rummelsberger Kindertagesstätten in Nürnberg. Dort waren mehrere Monate lang zwei Prototypen im Einsatz. „Die Betreuerinnen haben uns ständig Verbesserungsvorschläge gemacht, die wir dann in der Konstruktion umgesetzt haben“, berichtet Leuthold. Mit dem Ergebnis ist Dorothee Schmidt, Bereichsleiterin der Rummelsberger Kindertagesstätten in Nürnberg, sehr zufrieden: „Die Wagen haben ein geringes Gewicht und sind einfach zu lenken. Außerdem brauchen sie sehr wenig Platz.“
Produziert wird der Rummelsberger Zwergenexpress in Kleinserie. Acht Exemplare wurden bislang fertiggestellt, 16 weitere werden gerade gebaut. Timo Leuthold rechnet mit einer zunehmenden Nachfrage: „Es gibt immer mehr Kindertagesstätten, und für die ist so ein Wagen natürlich interessant.“
Als Heike Zimmer ihren Preis als Namensgeberin entgegennahm, begleitete sie ihre sechsjährigen Tochter Carina-Tabea. Gemeinsam freuten sie sich über einen großen Vogel aus Metall, der in der Rummelsberger Werkstatt hergestellt wird. Anita Skobl von der Geschäftsführung der Rummelsberger Dienste für junge Menschen überreichte die Skulptur. Weitere Gratulanten waren neben Timo Leuthold auch Mark Bohn (Leiter Ausbildungsbetriebe), Doris Horn (Verwaltungsangestellte) und Dorothee Schmidt (Bereichsleiterin Kindertagesstätten in Nürnberg).
Der Verkaufserlös der Krippenwagen wird mit dazu beitragen, die Arbeitsplätze der 18 Azubis zu sichern, die im Rummelsberger Metallbau momentan eine Ausbildung erhalten.
Hubert Hiecke/RA
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Bildtext:
Den neuen Namen für den Krippenwagen hatte sich Heike Zimmer ausgedacht. Zur Preisverleihung, bei der sie Tochter Carina-Tabea begleitete, waren Doris Horn, Timo Leuthold, Dorothee Schmidt, Mark Bohn und Anita Skobl gekommen (von rechts). Foto: Hiecke
Im bunten Zwergenexpress des Rummelsberger Metallbaus scheint sich Carina-Tabea richtig wohl zu fühlen. Foto: Hiecke
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